SONY DSCZum ersten Mal unter Federführung von Fred Grebe, Leiter des Sportreferats Scale- und Semi-Scale-Segelflug im DMFV, hatten sich die Oldtimer-Enthusiasten in Brackenheim eingefunden. Und es ging gut los: Strahlender Sonnenschein und ein gleichmäßiger Wind belohnte die Piloten am Samstag für ihre Anreise. Auch wenn zunächst einige Kritik geäußert wurde, fanden die Teilnehmer eine sehr gut vorbereitete Veranstaltung vor. Eine große Parkplatzanlage, in der Camping ohne Weiteres möglich war, ein großes Pavillonzelt nebst Bestuhlung und ein gut vorbereitetes Vereinsheim. Ebenso hat der Verein eine lange aber verhältnismäßig schmale Startbahn. Dafür steht aber umso mehr Platz zur Verfügung, um die Modelle in einem speziellen Bereich vorzubereiten.

Die Anmeldung wurde samt Einzelbriefing von den Mitgliedern des Vereins vor Ort durchgeführt, sodass keine Fragen und Wünsche mehr offenblieben. Zu sehen gab es von zwei wunderschönen selbstgebauten Fafnir über die Lo100/150 bis zu einem Astir (Erstflug 1973) einen schönen, aber leider auch knappen Auszug aus der Segelfluggeschichte. Alle Modelle waren nicht nur am Boden schön anzuschauen, die Piloten kamen auch fliegerisch mit dem Gegenwind zurecht und konnten sich voll entfalten. Ein entspannter Samstag mit rund 20 Seglerpiloten und acht Schleppern wurde dann ohne Bruch beendet.

Kreisen

Der Sonntagmorgen begann mit etwas schlechterem Wetter. Dennoch konnten am Morgen noch die einen oder anderen Flüge absolviert werden. In Anbetracht der Tatsache, dass sich am Samstag drei Paraglider im Aufwind des nahegelegenen Hangs halten konnten, sind einige Modellflieger zum Hangfliegen übergegangen. Andere wiederum ließen sich trotz deutlich stärkeren Winds weiterhin schleppen.

Es hat sich in Brackenheim wieder einmal gezeigt, dass gerade in der Segler-Classic-Szene noch auf Eigenbau und Rafinesse Wert gelegt wird. Als Eigenbauten zu nennen wären die komplett aus Sperrholz konstruierte Fafnir, der Zugvogel, ein Bergfalke und eine Harbinger nebst SG-38. Wenn man sich hingegen die Semi-Scale-, Scale-Wettbewerbe einmal anschaut, findet man diese Modelle leider nur noch sehr selten. Dies muss als Chance für eine eigenständige Klasse neben den modernen und fertig zu kaufenden Modellen gesehen werden. Man kann nur hoffen, dass es unter der Leitung von Fred Grebe möglich ist, die Holzwürmer wieder auf so einem Wettbewerb anzutreffen.

Ausblick

2012 jährt sich die Veranstaltung zum zehnten Mal. Daher lädt die Modellfluggruppe Wächtersberg, die auch schon das erste Event mit dem DMFV durchgeführt hat, zu den zehnten Segler-Classics ein.